Am Herz-Jesu-Sonntag, 21. Juni, fand in Brixen ein besonderer Umgang statt. Auf der Widmann-Brücke, wo Eisack und Rienz zusammenfließen, trafen sich rund 400 Menschen um gemeinsam zur Schutzengel-Kirche zu gehen. Der Ort war sorfälgit ausgewählt: der Wegverlauf von der Widmann-Brücke über die Rappanlagen zum Herz-Jesu-Bild in der Schutzengel-Kirche und zurück ergibt nämlich die Form eines Herzens. Es war eine etwas andere Herz-Jesu-Prozession: keine Gruppen oder Vereine oder Verbände marschierten auf, keine Musikkapelle spielte. Das Anliegen war einfach: Menschen alle drei Sprachgruppen wollten gemeinsam das religiöse Fest des Herzens Jesu feiern, auch angesichts der oft politisch missbrauchten Herz-Jesu-Verehrung, und den Glauben an Jesus Christus als alle drei Sprachgruppen verbindedes erleben.
Eine kleine Gruppe der Pfarrei Brixen hatte sich gefunden und diese Aktion initiert und wurde dabei auch vom Pfarrgemeindrat unterstützt. Auch Bischof Dr. Karl Golser wurde eingeladen und beteiligte sich daran.
Die Teilnehmenden gingen den Eisak und der Rienz entlang in zwei Gruppen bis zur Schutzengel-Kirche. Die dreisprachige Andacht wurde von Bischof Dr. Karl Golser, Dekan Albert Pixner und Kooperator don Luca Cemin geleitet. Anschließend machten sich alle auf dem Rückweg zur Widmann-Brücke, wieder in Stille, mit Kerzen in eine sehr beeindruckenden Athmosphäre. Dort wurde ein kleines Feuer entzunden, Brot geteilt und Bischof Golser gab den Segen.
Es war für die Teilnehmenden eine bereichernde Erfahrung und wird sicherlich im kommenden Jahr wiederholt.
Sonjia Planatscher Mejia
BILDER VON GIOVANNI MELILLO KOSTNER

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Verfasst von tschingl 
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